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Der Ort Ottfingen wird sicherlich eine der ältesten Ortschaften im Gemeindegebiet sein. Es existieren zwar keinerlei Urkunden, die Angaben über die Entstehungsgeschichte geben könnten, aber aufgrund des Namens kann man wohl davon ausgehen, daß das Dorf unter einem deutschen Kaiser Otto bzw. auf eines solchen Veranlassung gegründet worden ist. Dies kann folgendermaßen begründet werden:

Nach dem Sieg Karls des Großen über die heidnischen Sachsen begannen die Erzbischöfe von Köln mit der Missionierung der Region. Durch deren Aufgabe als Kurfürsten begaben sie sich häufiger in unser Wendener Land, da hier das Grenzgebiet zwischen Franken und Sachsen war. Einer dieser Bischöfe war der hl. Bruno I. Er war der Bruder von Otto I.

Es besteht nun die Möglichkeit, daß er auf allen Reisen bei denen er seinen Bruder gegleitete, dem Waidwerk huldigte, wie es damals Brauch war. Dazu wurde nicht nur im Jagdrevier eine Jagdkapelle errichtet, sondern auch eine Unterkunft. Daher liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, daß die erste Siedlung durch Otto oder einen seiner Hörigen, den Ottfing, entstanden ist.

Heimatforscher sind auf jeden Fall der festen Ansicht, daß Ortschaften mit der Endung "-ingen" zwischen 850 und 1050 entstanden. Dies würde ebenfalls ein hohes Alter von Ottfingen bestätigen.

Auch eine alte Kapelle in der Ortsmitte zeugt von der Vergangenheit. So ist das Kirchenschiff im gotischen und der Turm im romanischen Stil erbaut worden. Experten datieren die Bauzeit zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert. Die alte Kapellenglocke trägt die römische Jahreszahl MCDLXXXIX (1489). Sie befindet sich heute allerdings im Glockenturm der Ottfinger Pfarrkirche.

  
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