
Der Ort Hünsborn, im Wendschen Platt "Hünschpern" gesprochen, dürfte wohl eine der ältesten Ortschaften der Gemeinde sein. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1330. In Aufzeichnungen des alten Amtes Waldenburg wird der Hof und das Hofesgericht zu Hünsbern genannt. Weitere Erwähnungen finden sich in Akten aus den Jahren 1466 (Hinsber), 1490 (Hinßbern), 1536 (Huynsbern) und 1596 (Hunßperen). Es ist zu vermuten, daß das Hofesgericht in der hessischen Zeit von 1803 bis 1815 beseitigt wurde.
Der Ursprung und die Bedeutung des Namens ist auf jeden Fall zweifelhaft. Die einen nehmen an, daß er nach den Hunnen benannt ist, die auf ihren Feldzügen auch durchs Sauerland zogen (was jedoch nie bewiesen wurde). Die anderen meinen, er könnte vom Namen des ersten sächsischen Siedlers namens Huno o.ä. stammen. Zusammen mit dem Begriff Born, einer Quelle, könnte daraus so etwas wie Hunosborn geworden sein.
Siegerländer Forscher sind (oder waren?) der Ansicht, daß Hünsborn aus einem alten Königs- oder Reichshof der Karolinger hervorgegangen ist. Demzufolge müßte der Ursprung des Dorfes an den Anfang des 9. Jahrhunderts zu setzen sein. Den Verwalter eines fränkischen Hofes nannte man "huno". Wenn man das Wort "bur" (= Haus) anfügt, könnte man mit viel Fantasie auf Hünsborn kommen.
Und dann gibt es Meinungen, die den germanischen Sprachschatz verwenden. So könnte das germanische "hun" (hoch, Kuppe) mit "bern" (brennen) verknüpft worden sein. Dazu müßte man aber annehmen, daß Hünsborn als Bergrücken oder -kuppe zu deuten wäre und erst durch das Abbrennen von Waldflächen besiedelt werden konnte.